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Mathias Kellner "Tanzcafe Memory Live"

2_November_2018 -

Mathias Kellner – Tanzcafe Memory - Live

Unermüdlich kreativ und konsequent gestaltet Mathias Kellner seit Jahren die bayerische Musikszene unbeirrbar mit. Der Niederbayer spielt mitreissende Konzerte in denen er seine sorgfältig ausgearbeiteten Lieder durch aberwitzig-skurrile Anekdoten verknotet und zu einem Gesamtkunstwerk werden lässt. Mit einer Stimme die gerade noch samtig weich und plötzlich kratzig laut daherkommt, vertont der Musiker Geschichten aus dem bayerischen Hinterland fernab von kitschiger Landhausmoden-Romantik.

 Mit seinem vierten Album „Tanzcafé Memory“ beschäftigt sich Kellner mit einem in seiner Arbeit wiederkehrendem Thema - der Vergangenheit. Zuletzt befasste er

sich in dem 2015er Konzeptalbum „Zeitmaschin“ mit seiner Kindheit und Jugend. In „Tanzcafé Memory“ vervollständigt er einerseits die Erinnerungen und bricht andererseits mit einigen Klischees die der „guten alten Zeit“ hartnäckig anhängen.

Der Liedermacher zeichnet mit seinen Texten keine sentimentalen Luftschlösser. Er beschreibt vielmehr Alltagssituationen in all ihrer tragisch komischen Pracht. Er singt vom totlangeweiligen Sonntagnachmittagen, verwöhnten Nachbarsgören und Mutproben im Wald. Von missverstandenen Kindern und unfreiwilligen Drogentrips.

 Musikalisch gilt: Wo Kellner draufsteht ist auch Kellner drin. Der Musiker zeigt sich verantwortlich für die Produktion, die Aufnahmen und die Mischung des Albums.

Die große Hauptrolle in seinem Schaffen spielt, neben seiner unverkennbaren Stimme natürlich, die akustische Gitarre. Wer Mathias Kellner schon live gesehen hat, weiß, dass die Rhythmen und nuancierten Melodienläufe, die er dem Instrument entlockt, seinen Songs das gewisse Etwas geben. Diesmal experimentierte der Niederbayer viel mit Fingerpicking, was bei manchen Liedern an Songster wie Blind Willie McTell oder Dave van Ronk erinnern lässt.

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Michael Altinger: Bayerischer Kabarettpreis 2017 "Hell"

4_November_2018 -

Michael Altinger

Bayerischer Kabarettpreis 2017

Hell“

Das Helle, das sind immer die anderen“, wusste schon Jean Paul Sartre …
oder war es Franz Beckenbauer?

Michael Altinger – Gewinner des Bayerischen Kabarettpreises 2017 - auf jeden Fall, hat sich dem heutzutage so dringenden Wunsch vieler Menschen gewidmet, zu einer Lichtgestalt zu werden.

Also zumindest irgendwie doch noch mehr aus sich zu machen, als man bis heute ist.

Ein solch umfassendes Thema sprengt natürlich den gewohnten Rahmen.
Niemals reicht dafür nur ein einziges Kabarett-Programm.

Mit „Hell“ startet der BR-Schlachthof-Gastgeber am Donnerstag, den 1. Februar 2018 im Antonierhaus seine erste Kabarett-Trilogie. Es geht um den Aufstieg aus der Monotonie der Vorstadt. Raus aus der immer gleichen Abfolge von Arbeit, Alkohol, verpasstem Sport und eheähnlichen Endzeitgegnern. Man könnte sich doch noch etwas Bleibendes für die Ewigkeit verschaffen, etwas, das über die Dauer der eigenen Existenz hinausreicht.

Und dazu brauchen wir eine neue Vision! Wir wissen nicht, was Jesus getan hätte.
Aber der musste sich in unserem Alter auch keine Gedanken mehr machen.
Altinger ist dagegen mit Mitte vierzig noch so jung, wie man noch zu keiner Zeit mit Mitte vierzig war. Da geht also noch was! Na dann, worauf warten wir? Wir sind noch immer sexy und brauchbar! Also lasst uns alle zu Leittieren werden und eine neue Religion stiften!

Dazu wird Altinger erst einmal Verantwortung übernehmen. Und zwar für sich.
Allein damit stellt er sich schon einer Herausforderung, der heutzutage nur die wenigsten gewachsen sind.

Zusammen mit seiner Ein-Mann-Band, Martin Julius Faber, führt er im ersten Teil der Kabarett-Trilogie ins Helle. Ob das der Himmel sein wird oder die lodernde Höllenglut, das wird sich im Lauf der kommenden Jahre zeigen, wenn Mitte 2019 „Halblicht“ folgt, der zweite Teil, aufgeführt in ausgewählten Opernhäusern des deutschsprachigen Raums.

Finster“, der dritte Teil, beendet dann 2022 als Dauergastspiel für zwei Jahre im Caesars Palace, Las Vegas die Trilogie. Das ist der Plan. Und er ist gut.

Also, „Bon voyage“ … um noch einmal mit Jean Paul Sartre zu sprechen.

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Han`s Klaffl "Nachschlag! Eh ich es vergesse"

9_November_2018 -

Hans`Klaffl

Nachschlag! Eh ich es vergesse...“

Non scholae, sed vitae discimus, sagte Seneca und meinte damit, dass wir nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen. Han’s Klaffl, ehemaliger Lehrer und Staatskabarettist auf Lebenszeit, beweist in seinem vierten Programm: Seneca irrt. Und zwar gewaltig! Es gibt nämlich Menschen, die nicht nur für das Leben, sondern auch für die Schule lernen. Ja sogar nur für die Schule, weil Leben und Schule für sie identisch sind. Sie ahnen es: Es geht um Lehrer.

Wie kommt es, dass ein achtjähriger Schüler beschließt, Lehrer zu werden? Ist da in der Kindheit etwas ganz furchtbar schief gelaufen? Wird man Lehrer, weil man so gut werden will wie die eigenen guten Lehrer? Oder weil man es besser machen will als die eigenen schlechten Lehrer? Beides ist möglich, aber, so viel sei verraten, es gibt noch eine dritte Möglichkeit ... Und warum wird man zusätzlich auch noch Musiker, obwohl alle in der Familie ganz normal sind?

Han’s Klaffl gibt jedoch nicht nur Einblick in seine eigene Schulzeit. Als pensionierter Pädagoge ist er sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung immer noch bewusst und berät Eltern und andere Erziehungsversuchende bei der Optimierung von Schullaufbahnen. Denn nur das Beste ist gut genug. Fragt sich nur: Für wen? Für das Kind? Für die Eltern? Für die Lehrer? Für die Wirtschaft?
Auch im vierten Teil seiner zweiteiligen Triologie häufen sich Fragen über Fragen. Manche sogar von philosophischer Tragweite. Sicher ist jedenfalls: Han’s Klaffl hat genug Material für einen Nachschlag! In so einem Lehrerleben passiert schließlich einiges, das erzählt, verarbeitet, beantwortet und hinterfragt werden will.

Und es ist allerhöchste Zeit, eh er es vergisst ...

Kleinkunstbühne Memmingen

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Seit mehreren Jahren versucht die Kleinkunstbühne Memmingen das Kulturleben in der Maustadt mit Kabarett, Comedy, Theater, Konzerten & Lesungen zu bereichern. In der neuen Spielzeit finden schon die mittlerweile 10. Memminger Kleinkunsttage 2016/17 statt. Hier gastieren neben bekannten Künstlern auch immer wieder neue Gesichter auf den unterschiedlichsten Bühnen der Stadt. Je nach Größe der Veranstaltung finden die Konzerte im Antonierhaus, im Bonhoefferhaus oder in der Stadthalle statt.

Gerne werden auch regelmäßig die Mehrzweckhalle Hawangen, das Forum Mindelheim, der Kursaal Bad Wörishofen, das Forum am Hofgarten Günzburg, der Schwörsaal in Ravensburg, das Kornhaus Kempten, der Dannheimer Kempten, die Festhalle Illertissen, das Wolfgang-Eychmüller-Haus Vöhringen, der Stadtsaal Kaufbeuren, die Festwoche in Krumbach und auch die Mehrzweckhalle Landsberg bespielt.